ENERGIE

Als Körperenergie bezeichnen wir die psychosomatische Erregung, die die Basis unserer Lebensprozesse und Lebensäußerungen ist. Körperenergie wird im Stoffwechsel des Körpers durch den Umsatz von Nahrung mit Sauerstoff metabolisch erzeugt und durch muskuläre und neuronale Aktivität sowie durch die Tätigkeit der inneren Organe und des Gehirns verbraucht. Körperenergie wird durch Motivationen mobilisiert und duch Abwehrprozesse dysreguliert.

Körperenergie wird subjektiv als Erregung, Aktiviertheit, Vitalität, Kraft, Lust, Ladung, Wachheit, Interesse, Teilnahme, Berührtheit oder Durchströmtheit wahrgenommen. In Gipfelerlebnissen, in Momenten leidenschaftlicher sexueller Vereinigung, im Anblick grandioser Natur, im Genuss großer kultureller Werke, beim meditativem Einsinken in innere Stille, in beruflichen oder sportlichen Erfolgserlebnissen, in dynamischen Körperübungen oder tiefen emotionalen Begegnungen spüren wir, wie wir durchflutet sind von Lebendigkeit: es strömt in uns, Erregung schießt durch den Körper, Wellen fluten durch das Innere, es rieselt im Bauch, das Herz glüht, die Gedanken sprudeln, der Körper ist ausgefüllt mit Kraft und Lebensfreude.

Umgekehrt werden Zustände von Depression, Blockiertheit oder Ausgebranntheit als Energiemangel erlebt. Wenn wir erschöpft, deprimiert, blockiert oder gelangweilt sind, spüren wir im Körper, dass unser Energieniveau niedrig ist. Der Körper fühlt sich schwach und schwer an, wir sind müde und lustlos, wir fühlen uns dumpf, taub, eingesperrt in uns selbst, ausgehöhlt, erschöpft, müde und kraftlos. Das Niveau der Körperenergie kann also hoch oder niedrig sein, wie eine Batterie, die aufgeladen oder entladen sein kann.

Die innere Batterie kann auch überladen sein, was in Stress-, Spannungs-, Stauungs- oder Überflutungszuständen der Fall ist. Dann ist mehr Energie mobilisiert, als genutzt bzw. verarbeitet, das heißt gefühlt und in Handeln umgesetzt werden kann, wie z.B. in posttraumatischen Erregungszuständen, bei akuten Ängsten, im Stress, in manischen oder paranoiden Zuständen.